Dienstag, 18. September 2018
Das erste Viertel ist geschafft
50km haben wir jetzt hinter uns. Heute waren es 3 mehr als geplant, die sind vermutlich entstanden als wir in Genthin einkaufen waren. Eigentlich gibt es auch nicht viel zu erzählen. Blasen und Hornhaut an den Füßen lassen uns zweifeln. "Das geheime Leben der Bäume" bei den Pausen im Wald passt sehr gut (finde die Baum-Bros), Eis, Kirche in Genthin, Esel, Riese, der Bäume umgeniest hat und ein Phallus in dem 100 Vögel Liebe machen.
Montag, 17. September 2018
Keine Sith in Dunkelforth
Als wir nach 15km wie die Jedi in Dunkelforth ankamen, stellten wir zu unserer Erleichterung fest, dass es hier keine dunkle Macht mehr gibt. Allerdings wurden wir von einem Meilenstein begrüßt, was dann auch den Namen unseres Hotels am Meilenstein erklärt.
Diese schöne Glocke markiert eine Halbmeile irgendwo zwischen Magdeburg und Berlin.
Ansonsten sind wir heute fast nur durch den Wald gelaufen. 3 Stunden lang war ein Radfahrer auf der anderen Seite der Havel der einzige menschliche Kontakt. (Wir vermuten, dass es ein Mensch war, die Havel ist echt breit.)
Diese schöne Glocke markiert eine Halbmeile irgendwo zwischen Magdeburg und Berlin.
Ansonsten sind wir heute fast nur durch den Wald gelaufen. 3 Stunden lang war ein Radfahrer auf der anderen Seite der Havel der einzige menschliche Kontakt. (Wir vermuten, dass es ein Mensch war, die Havel ist echt breit.)
Sonntag, 16. September 2018
Angekommen im Hotel Ikarus
Heute ging es eigentlich nur darum nach Brandenburg (das Dorf in diesem wunderschönen Bundesland) zu kommen und dann schnell wieder wegzulaufen.
Nach 15km und der Erkenntnis, dass 12kg auf dem Rücken doch stark von der Erdanziehung betroffen sind, haben wir nun am Yachthafen bei Schnitzel und Landmann die Beine hochgelegt.
Morgen geht's weiter nach Dunkelforth. Möge die Macht mit uns sein.
Es geht los
Auf mehrfache Nachfrage missbrauchen wir Bienes Blog als Reisetagebuch.
Wir sind eben losgefahren und sitzen nun im RE1 nach Brandenburg. Kaum zu glauben, dass wir diesen Zug jahrelang jeden Tag zur Uni nach Potsdam bestiegen haben.
Da wir gerade bei "besteigen" sind. Noch bezweifeln wir, dass wir in 2 Wochen auf dem Brocken ankommen ...
Danke Martin, dass du unsere Wohnung und Katzen hütest!
Wir sind eben losgefahren und sitzen nun im RE1 nach Brandenburg. Kaum zu glauben, dass wir diesen Zug jahrelang jeden Tag zur Uni nach Potsdam bestiegen haben.
Da wir gerade bei "besteigen" sind. Noch bezweifeln wir, dass wir in 2 Wochen auf dem Brocken ankommen ...
Danke Martin, dass du unsere Wohnung und Katzen hütest!
Freitag, 3. August 2018
200 Posts - Zeit für einen neuen Auftritt!
Liebe treue Leser und Spontanbesucher,
seit drei Jahren gibt es jetzt schon meinen Blog und ich kann immer noch nicht behaupten, Berlin wirklich gut zu kennen. Also geht es für mich noch viele Jahre weiter mit Berlinentdeckungen und Berichten über andere Städte und Länder. Nach der langen Zeit kommt jetzt aber mal endlich eine eigene Seite für den Blog. Da ich aber leichter schreibe und verwackelte Fotos schieße, als mal schnell eine gut durchdachte und schnieke Blogseite aufzusetzen, wird es fürs erste hier eine Pause geben, in der ich mich voll und ganz dem Aufbau der neuen Seite widme (oder vielmehr mein Helferlein mit Ideen überschütte und abwarte, was realisierbar ist).
Ich danke allen Lesern, die sich für meine Posts interessieren und falls euch etwas einfällt, was besser gemacht werden kann oder genauso bleiben sollte, gebt mir gerne per Mail oder Kommentar Bescheid.
Wer jedoch nicht auf meine spannenden und tiefgründigen Einblicke ins Stadtleben verzichten möchte: ich bin übrigens auch auf Twitter unglaublich aktiv ...
seit drei Jahren gibt es jetzt schon meinen Blog und ich kann immer noch nicht behaupten, Berlin wirklich gut zu kennen. Also geht es für mich noch viele Jahre weiter mit Berlinentdeckungen und Berichten über andere Städte und Länder. Nach der langen Zeit kommt jetzt aber mal endlich eine eigene Seite für den Blog. Da ich aber leichter schreibe und verwackelte Fotos schieße, als mal schnell eine gut durchdachte und schnieke Blogseite aufzusetzen, wird es fürs erste hier eine Pause geben, in der ich mich voll und ganz dem Aufbau der neuen Seite widme (oder vielmehr mein Helferlein mit Ideen überschütte und abwarte, was realisierbar ist).
Ich danke allen Lesern, die sich für meine Posts interessieren und falls euch etwas einfällt, was besser gemacht werden kann oder genauso bleiben sollte, gebt mir gerne per Mail oder Kommentar Bescheid.
Wer jedoch nicht auf meine spannenden und tiefgründigen Einblicke ins Stadtleben verzichten möchte: ich bin übrigens auch auf Twitter unglaublich aktiv ...
Freitag, 13. Juli 2018
Kunst und Kultur in Südschweden
Wälder, feine Sandstrände, flache Seen und zerklüftete
Felsklippen sind das, was Südschweden für Freunde der Natur bietet. In den
Nationalparks gibt es immer Zentren, in denen sich Besucher mit Wanderkarten
für jeden Anspruch versorgen können. Fahrradfahrer erleben hier das
einzigartige Gefühl, dass auf sie Rücksicht genommen wird (habe ich mir
zumindest sagen lassen) und überhaupt ist Südschweden ganz wunderbar für die,
die einfach mal frische Luft und schöne Natur erleben wollen. Das ist mir auf
Dauer aber einfach nichts. Deswegen trieb es mich raus, um ein paar kulturelle
Highlights der Region zu entdecken.
Die größte
Schiffssetzung Skandinaviens
Im Hafenort Kaseberga findet sich auf einem Hügel Ales Stenar.
Ales Steine gelten als größte Schiffssetzung in Skandinavien und über die
Bedeutung wird immer noch diskutiert. Ist sie ein Kalender oder eine Grabanlage? So
oder so, die Steine, die in Form eines Schiffes angeordnet sind, wurden vor
über 1000 Jahren von den Menschen auf den Hügel geschleppt. Sie bilden ein
Langschiff nach und die ganze Formation besteht aus 59 Steinen und ist fast 70
Meter lang. Historiker schätzen, dass die Anlage um 600 angelegt wurde.
Allerdings lässt sich das nur teilweise bestimmen. Außerdem waren die Steine
lange Zeit vergessen und wurden erst im 20. Jahrhundert wieder aufgerichtet und
freigelegt. Dennoch ist eine beeindruckende Leistung der Menschen, die hier
einmal lebten. Vom Rand des Hügels gibt es zusätzlich noch einen weiten Blick auf das Meer und ein kleiner Rundgang führt über den Hafen durch das Dorf
zurück zum kostenfreien Parkplatz. Eins ist jedoch noch zu erwähnen: Da oben
zieht es wie Hechtsuppe.
Nur zehn Minuten Autofahrt vom Naturdenkmal entfernt
befindet sich angeblich Schwedens schönster Sandstrand Sandhammaren. Wer er es
ein wenig schaurig mag: Das Meer vor Sandhammaren gilt als größter
Schiffsfriedhof Schwedens. Die Sandbänke und Strandräuber, die die Schiffe mit
falschen Lichtzeichen auf diese lockten, gehören zur düsteren Geschichte dieses
malerischen Strands.
Stadtspaziergang in
Halmstad
Halmstad als Stadt zu bezeichnen, ist schon ein wenig
übertrieben. Aber die Kleinstadt hat eine lange dänisch-schwedische Geschichte
voller Belagerungen und Eroberungen. Hier lohnt sich ein Spaziergang am Nissan.
Die Uferpromenade ist bestückt mit Kunstwerken und führt zum Schloss der Stadt.
Das Schloss, von Dänen erbaut, hat aber eher die Größe eines Herrenhauses. Das
Wahrzeichen der Stadt, Picassos Frauenkopf befindet sich übrigens an dieser
Uferpromenade. Auf dem Galgenberg, in Schwedisch „Galgberget“ gibt es einen
schönen Ausblick auf die Stadt samt Hafen- und Meeresblick. Der Namen kommt
wohl von den vielen Hexen, die hier ihr Leben ließen.
Die perfekte
Kombination von Kunst und Natur in Wanas
Mein persönliches Ausflugshighlight war Wanas Konst. In
Wanas befindet sich ein Herrenhaus mit riesigem Park. Im Park und den
anliegenden Gebäuden finden alljährlich Kunstausstellungen statt. Nicht jedes
Objekt dieser Ausstellungen verschwindet anschließend in einem Hinterzimmer,
sondern bleibt vor Ort im Park und anliegenden Wald stehen. Die Besitzer des
Hauses und der umliegenden Ländereien haben beschlossen, den Park für alle zu
öffnen. Auf dem riesigen Areal lassen sich fast 100 Skulpturen und
Installationen im Freien entdecken. Galerie, Bunker und Scheune mit Ausstellung
ergänzen den Außenbereich. Wer der zeitgenössischen Kunst gegenüber offen ist,
darf sich das nicht entgehen lassen. Auch, wenn das bedeutet, mitten im Wald
plötzlich „Mama“-Rufe zu hören. Wir haben erst nach einer halben Stunde
rausgefunden, dass es sich um eine Klanginstallation und nicht um ein Kind
handelt. Zum Eintritt (140 Kronen für Erwachsene) gibt es den größten und
verwirrendsten Wegweiser der Welt (nur meine Einschätzung) in A3-Format. Alles
lässt sich nur mit einem ausgefeilten Plan besichtigen, aber unbedingt sehen sollte man
William Forsythes „Underall“ oder Anna Thulins „Double Dribble“. Die Hütte von
Forsythe entlarvt ihre Pointe nur, wenn man auch wirklich hineingeht, während
Thulins Kunstwerk dazu animiert, die Augen nicht nur nach vorne zu richten.
Freitag, 6. Juli 2018
Urlaub in Südschweden - Erste Lektionen
Schweden, Land der unberührten Natur, Mücken und Elche … Da
ich bevorzugt in urbanen Räumen Urlaub mache, war dieses Land eine kleine
Herausforderung für mich. Unser Lager schlugen wir in der südschwedischen Provinz
Halland auf. Größere Städte wie Malmö oder Göteborg lagen in scheinbarer Nähe,
doch sie waren bei bestem Wetter und der Nähe zum Meer und den dunklen, kühlen
Wäldern keine wirkliche Option. Was der Urlaubsort vorgibt, muss schließlich
genutzt werden! Da es mein erster Urlaub in Schweden war (und wahrscheinlich
nicht mein letzter), gab es natürlich einige Aspekte, die für mich neu und
spannend waren.
Wo sind die Menschen?
Schweden gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern
Europas. 80 Prozent des Landes bestehen aus Wäldern, Seen, Mooren und Bergen.
Einen schönen Eindruck davon bekommt man in Südschweden. Abseits der kleineren
Städte lassen nur die vereinzelten Briefkästen am Straßenrand erkennen, dass
irgendwo im Wald ein bewohntes Häuschen steht. Übrigens ist es üblich, in den
einsameren Gebieten zu grüßen. „Hej“ steht im Schwedischen für „Hallo“ und
lässt sich bei der Blumen pflückenden Familie am Wegesrand ebenso anbringen, wie
bei der alten Frau auf dem Waldpfad. Alle, die vom Dorf kommen, wissen sowieso,
wie es läuft … Entspannt geht es auch auf den Straßen zu. Wer die Staustraßen
und Hektik Berlins gewöhnt ist, bekommt hier die volle Dröhnung Entspannung.
Das liegt wahrscheinlich auch am Tempolimit, aber dennoch, die einzigen
Drängler und Raser, die uns begegneten, waren Nicht-Schweden.
Wo sind die Elche?
Mit der passenden Klischeevorstellung von riesigen Elchen, die wie Wildschweine die Straßen kreuzen und massenhaft Mückenspray ausgerüstet, stellte ich fest: keine Mücken! Zumindest nicht bei uns. Eine sehr angenehme Überraschung. Enttäuscht war ich jedoch, als wir nach mehr als zehn Tagen Urlaub keinen einzigen Elch zu Gesicht bekamen. Der größte Hirsch Europas, der in Schweden jährlich Tausende Verkehrsunfälle verursacht, zeigte sich uns nicht. Auch abseits der allgegenwärtigen Warnschilder, im Wald, versteckt er sich anscheinend gut. Im Nachhinein weiß ich jetzt, dass Elche vor allem in den Abendstunden aktiv sind. Zugegeben, da saßen wir meistens schon wieder erschöpft vom Nichtstun auf unserer Terrasse.
Das Eis mit der Kreditkarte bezahlen
Schweden gehört zu den europäischen Vorreitern hinsichtlich
der bargeldlosen Bezahlung. Nahezu alles lässt sich mit der Kreditkarte
bezahlen, selbst die einzelne Eiskugel am Strand. Was für Touristen von Vorteil
ist, hat in der schwedischen Gesellschaft für Diskussionen gesorgt. Menschen,
die es bevorzugen, mit Bargeld zu bezahlen, haben schlichtweg Probleme
alltägliche Dinge zu kaufen, denn für Händler und Unternehmer ist es
aufwendiger, Bargeld einzuzahlen, als das Geld auf elektronischem Wege zu
verarbeiten. Wir hatten zwar keine Probleme, unsere abgehobenen Kronen unter
die Leute zu bringen, aber letztendlich benötigten wir eigentlich nur eine
Kreditkarte.
Schweden und der Alkohol
Jeder, der schon mal in einem skandinavischen Land unterwegs war, weiß, dass Alkohol dort teuer ist. Schweden ist da keine Ausnahme. Hier gibt es alkoholische Getränke, die einen Alkoholgehalt von 3,5 Prozent übersteigen nur im Systembolaget. Der hat allerdings nicht rund um die Uhr offen und sieht von innen aus wie eine Getränkefachabteilung mit ziemlich hohen Preisen. Aber Vorsicht, wer extra ins Systembolaget geht, um Alkohol zu kaufen, sollte auf seine Auswahl achten, denn hier gibt es auch alkoholfreies Bier und Kindersekt. Alles unter der besagten 3,5-Prozent-Grenze lässt sich im Supermarkt kaufen und viele Restaurants haben Lizenzen zum Verkauf von Alkohol. Die Schweden machen übrigens sehr leckeren Cidre, sowohl als fast alkoholfreies Blubberwasser, das wie erfrischender Apfelsaft schmeckt als auch wirklich alkoholhaltigen Cidre, nach dem das Autofahren nicht mehr ratsam ist.
Sommersonnenwende in Schweden
Also wenn schon im Sommer nach Schweden, dann am Midsommer!
In Südschweden sind die Nächte um die Sommersonnenwende zwar nicht unendlich
wie in Nordschweden, aber dennoch beginnt man zu verstehen, warum es „weiße
Nächte“ heißt. Es ist lange hell und die Nacht ist auch nicht zappenduster, so
wie man es abseits von großen Städten erwartet, sondern selbst um drei Uhr
morgens oder nachts ist immer noch ein leichtes Glimmen der Sonne erkennbar.
Sehr beeindruckend. Und wer genau zum längsten Tag des Jahres in Schweden auf
dem Land ist, kann gleich das Midsommarfest mitnehmen. Am Freitag und Samstag
nach der Sommersonnenwende wird gefeiert, um die Mittsommerstange getanzt und
getrunken.
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