Mittwoch, 18. Januar 2017

Winterspaziergang durch den Volkspark Humboldthain

Schneeknirschen und Rodeln geht auch im Volkspark Humboldthain direkt am S-Bahnhof Gesundbrunnen.
Der Park ist nicht riesig, aber schön angelegt und auch im Winter einen Spaziergang wert. Es gibt ihn schon seit dem 19. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war von dem ursprünglichen Park nicht mehr viel übrig, abgesehen von dem rohen Gelände. Die noch stehenden Bäume dienten den Berlinern als Heizmaterial. So wie der Park heute aussieht, entstand er erst in den 50er Jahren. Aus den errichteten Bunkern wurden Hügel und wo einst eine Kirche stand, gibt es heute einen Rosengarten. Der macht auch im Winter noch einiges her. Es gibt zwar keine blühenden Rosen, aber der Schnee verdeutlicht die geometrischen Formen des Gartens. Wie hübsch muss es hier in der Blütezeit sein … Sehenswert ist auch die Skulptur der jagenden Nymphe von Walter Schott aus dem Jahr 1928. Denn sie steht nicht einfach nur schnöde in der Gegend rum, sondern wirkt fast so, als würde sie gleich mit ihren Hunden an einem vorbeihetzen. 
Vom Rosengarten ist es nur ein Katzensprung zur Humboldthöhe. Die ist aus den Bunkern entstanden. Jetzt stehen dort keine Flaktürme mehr, sondern ein Mahnmal der Einheit Deutschlands und Bänke, von denen sich der Ausblick genießen lässt. Auf der einen Seite des Hügels gibt es Gerüchten und den Aussagen von Schlittenschleppern nach eine Rodelbahn. Im Gegensatz zu den anderen Flaktürmen in den Berliner Parks ist im Humboldthain der nördliche Teil des Bunkers noch sichtbar und erhalten geblieben. Der Verein Berliner Unterwelten bietet dafür Führungen an. Im Park gibt es dann noch allerlei Spielplätze, Gedenkplatten für den Namensgeber Alexander von Humboldt, Wiesen und ein Freibad. Das ist jetzt im Winter nicht wirklich sehenswert. Aber wer durch den Wassergarten mit den kleinen Brücken und zugeschneiten Tischen läuft, hat das Gefühl von irgendwo leises Wasserplätschern zu hören. Kann auch ein Hund am Baum gewesen sein … Der Park ist auch am Wochenende schön ruhig, mal mit großen Freiflächen, mal mit verwinkelten mit Bäumen gesäumten Pfaden, also alles in allem ideal für einen kleinen Spaziergang. 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Kunst im Untergrund

Die U2 am Alexanderplatz ist täglicher Umschlagplatz für Tausende Pendler. Eine super Möglichkeit für Werbende, um Vorbeihastenden auf Plakaten mehr oder weniger sinnvolle Werbebotschaften auf dem Weg mitzugeben. Viel besser als das schnöde Werbeplakat sind jedoch Kunstaktionen … Zurzeit gibt es auf dem U-Bahnhof eine wiederbelebte Kunstaktion, die dazu einlädt, über das Zusammenleben nachzudenken.
Dort wo sonst Werbung für irgendwas hängt, befinden sich jetzt Emaille-Tafeln mit Fotos von Paaren. Wer sich zum anderen Gleis umdreht, sieht auf den ansonsten leeren Flächen einzelne Buchstaben. Man könnte sich jetzt am Kopf kratzen und sich fragen, was das für eine abgedrehte Werbeaktion ist oder man liest die Informationstafel neben dem Fahrkartenschalter. Ein paar Sätze erklären, dass es sich um eine Kunstaktion von Clara Taborda und Peter Baer handelt. Sie stellen mit den einzelnen Buchstaben die Frage, wie wir zusammenleben wollen – in Berlin und auf der Welt. Die einzelnen Bilder stammen nicht aus Berlin, sondern sind von einem mexikanischen Friedhof. Etwas morbide, aber schön … Die Aktion gab es zwar schon einmal im Sommer letzten Jahres, aber die Menschen mal kurz zum Nachdenken anregen, schadet nie.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Lecker Bohnenmus und Fajitas

Vorerst wird das in Berlin nichts mit langen Winterspaziergängen durch fluffige Schneelandschaften. Momentan sieht es mehr nach einem Kampf mit dem Regenschirm gegen die Windböen aus. Gut, dass es in Berlin so viele Restaurants zu entdecken gibt, sonst hätte man kaum noch einen Grund in seiner Freizeit die Wohnung zu verlassen. Sonnige, warme Gefühle und leckeres Essen gibt es im La Paz in der Florastraße.
Im La Paz gibt es mexikanisch. Sehr viel mexikanisch … Die Speisekarte ist groß und bietet neben den klassischen mexikanischen Gerichten auch eigene Kreationen wie Burger an. Umfassende Speisekarten bedeuten ja meist nichts Gutes. Das muss aber nicht immer so sein. Im La Paz gibt es gutes Essen zu einem fairen Preis. Die Hauptgerichte kosten so um die 10 Euro. Wir waren rundum zufrieden. Das lag aber vielleicht auch an der riesigen Cocktailkarte. Meine persönliche Empfehlung ist eindeutig der After Eight. So lecker, da kann man das Dessert einsparen. Es gibt zwar keine Happy Hour, aber die Cocktails sind ab 6 Euro eindeutig bezahlbar. Wer nicht so viel mit den typischen Pankower Verhältnissen anfangen kann, sprich auf die Zeit mit fremden Kindern gerne verzichtet, kommt am besten abends. Wer hingegen ein familienfreundliches Restaurant sucht, ist hier jederzeit genau richtig.